Ein offenes Wort zum Schulbuchgeschäft in Niedersachsen

Bücher haben feste Preise! 
Nach dem Buchpreisbindungsgesetz (BuchPrG) ist der Letztverkäufer verpflichtet, die festen Ladenpreise einzuhalten: Diese Regelung gilt auch beim Privatkauf von Schulbüchern an Eltern.

Ausnahmen 
gibt es lediglich bei der Sammelbestellung von Schulbüchern durch die Schule:

Nachlässe sind immer dann zu gewähren, wenn der Kauf von Schulbüchern zu Eigentum der Öffentlichen Hand erfolgt. Dies gilt als nachgewiesen, wenn auf dem Bestellschein des Landes bestellt wird.

Schulen in Niedersachsen
Die Schulen des Landes Niedersachsen sind eigenbudgetiert. Das bedeutet, dass bei einem Bestellvolumen ab 10 Exemplare eines Titels oder mehr als 50 Bücher ganzjährig mit einem Nachlass von 12% geliefert werden muss.

Gewünscht ist, dass 4 bis 6 Wochen vor Schuljahresende die Schule eine Liste der zu beschaffenden Lernmitteln herausgibt.

Auf Sammelbestellungen von Eltern, Lehrern, Fördervereine, Schülern oder Klassen darf kein Nachlass gewährt werden. Selbst für gute Kunden gilt: Keine Ausnahme vom gebundenen Ladenpreis.

Nach einem Urteil des BGH kann auch derjenige, der nicht direkt Adressat der Vorschriften des BuchPrG ist, als Störer rechtlich in Anspruch genommen werden. Daher müssen alle am Schulbuchgeschäft Beteiligten – egal, ob Buchhändler, Verlage, Schulen Kommunen, Leher, Eltern oder Schüler, darauf achten, dass das Buchpreisbindungsgesetz eingehalten wird.