Der deutsche Buchmarkt erwirtschaftete im Jahr 2007 einen Umsatz von rund 9,6 Milliarden Euro zu Endverbraucherpreisen – gegenüber dem Vorjahr waren das 3,4 Prozent mehr.

Nach wie vor der bedeutendste Vertriebsweg für Bücher ist der stationäre Sortimentsbuchhandel. Er erwirtschaftet mit einem geschätzten Umsatz von 5,1 Milliarden Euro, 53,6 Prozent des gesamten Buchumsatzes. Der Direktvertrieb der Verlage an Endkunden folgt an zweiter Stelle mit 18,0 Prozent, hier wurden 2007 rund 1,7 Milliarden Euro umgesetzt. Auf den Versandbuchhandel, einschließlich Internet, entfielen mit 1,2 Milliarden Euro 12,6 Prozent des geschätzten Umsatzes, auf Warenhäuser 3,7 Prozent (0,35 Milliarden Euro) und auf Buchgemeinschaften 3,0 Prozent (0,3 Milliarden Euro). Sonstige Verkaufsstellen sind mit 9,1 Prozent (0,87 Milliarden Euro) am Gesamtumsatz beteiligt.

Für die Verlage war 2007 wieder ein gutes Geschäftsjahr: Ihre Umsätze kletterten um 2,6 Prozent – Steigerungsraten zeigten sich vor allem im Anzeigengeschäft (plus 3,9 Prozent) und im Kerngeschäft Buch (plus 2,5 Prozent),  das mit einem Umsatzanteil von mehr als 65 Prozent nach wie vor das zentrale Produkt der Verlage ist. Der größte Sprung gelang den Online-Diensten mit plus 24,3 Prozent. Bezogen auf den Gesamtumsatz spielen sie allerdings nach wie vor eine untergeordnete Rolle.

Der Sortimentsbuchhandel, der in den vergangenen Jahren verstärkt von Konzentrationsentwicklungen geprägt ist, schloss 2007 erstmals seit längerer Zeit mit einem deutlichen Plus von 2,1 Prozent ab.

Von stetem Wachstum geprägt ist der Online-Buchhandel. So lag 2007 der geschätzte Internet-Umsatz bei etwa 850 Millionen Euro. Das entspricht einem Umsatzanteil von 8,9 Prozent am Buchmarkt und einer Steigerung von 21 Prozent. Die Dynamik im Netz ist offensichtlich  ungebrochen.  2006 stieg der Umsatz in diesem Bereich um 11 Prozent, 2007 waren es wieder 21 Prozent.

Aktuelle Entwicklung

2007 wurde in Sortiment, Warenhaus und E-Commerce im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzplus von 3,9 Prozent erwirtschaftet. Das ergaben die Berechnungen im Branchen-Monitor BUCH, den media control GfK International monatlich für den Börsenverein erstellt.

Im Juli 2008 lag der Umsatz in diesen Vertriebswegen um 1,7 Prozent unter dem des Vorjahresmonats. Bis auf die Belletristik (plus 8,6 Prozent) und dem Sachbuch (plus 13,9 Prozent), die das Vorjahresniveau deutlich überstiegen, sowie den Warengruppen  Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik (plus 0,7 Prozent) und Geisteswissenschaften, Kunst und Musik (plus 0,3 Prozent), mussten alle anderen Warengruppen ein Minus hinnehmen: Ratgeber minus 1,5 Prozent, Sozialwissenschaften, Recht und Wirtschaft minus 5,5 Prozent, Reisen minus 7,0 Prozent und Kinder- und Jugendbücher minus 23,1 Prozent.

Die Barumsätze im Sortimentsbuchhandel sanken im Juli um 2,3 Prozent. Das Rechnungsgeschäft lag mit plus 4,6 Prozent jedoch über dem des Vorjahres.